Wie wählt man eine Anti-Dekubitus-Matratze aus?
Wie wählt man eine Anti-Dekubitus-Matratze aus?
Wussten Sie schon? Besonders Menschen, die lange bettlägerig sind, benötigen eine zuverlässige Anti-Wundliegen-Matratze. Andernfalls können sich Wundliegen leicht entwickeln, wenn die Haut zu lange unter Druck steht. Die Auswahl auf dem Markt ist riesig, die Entscheidung kann also schwerfallen. Manche Luftmatratzen setzen auf die Funktion der Luftzirkulation, andere auf spezielle Materialien und wieder andere auf eine exklusive Belüftungsstruktur – jede hat ihre eigenen Vorteile.
Tatsächlich gibt es bei der Auswahl solcher Produkte einiges zu beachten, beispielsweise ob die Matratzendicke das Wenden beeinträchtigt, ob die Luftkammern sinnvoll konstruiert sind und ob das Material hautfreundlich und atmungsaktiv ist. All dies wirkt sich direkt auf den Liegekomfort aus. Manche denken vielleicht, es reiche, einfach eine günstige Matratze zu kaufen, doch erst im Gebrauch zeigt sich, dass die eine mehrere Jahre hält, während die andere schon nach wenigen Monaten Luft verliert. Der Unterschied liegt im Material und in der Verarbeitung. Wer nicht die richtige Wahl trifft, hat es schwerer, die Matratze in Schuss zu halten.
Im Folgenden werden einige gängige Anti-Dekubitus-Matratzen vorgestellt:
Schaumstoffmatratzen:
Diese Matratzen bestehen in der Regel aus Polypropylenschaum. Sie sind zwar günstig, aber ihre Luftdurchlässigkeit ist etwas eingeschränkt. Ihre Elastizität lässt mit der Zeit nach, und es können sich nach einiger Zeit Kuhlen bilden. Schaumstoffmatratzen sind stark hygroskopisch und bieten Bakterien einen idealen Nährboden. Sie eignen sich nur für Personen mit einem geringen Risiko für Druckgeschwüre.

Latexmatratzen:
Die Latexmatratze wird aus Naturkautschuk aufgeschäumt und zeichnet sich durch hervorragende Elastizität und Stützkraft aus. Sie passt sich optimal den Körperkonturen an, verteilt den Körperdruck effektiv und entlastet Knochenvorsprünge. Gleichzeitig ist Latex atmungsaktiv, wodurch die Haut trocken bleibt und das Risiko von Hautirritationen minimiert wird. Die Latexmatratze enthält Latexproteine, die Insekten abwehren und Bakterien hemmen. Sie ist daher ideal zur Vorbeugung von Wundliegen. Allerdings ist zu beachten, dass Naturlatexmatratzen nicht UV-beständig sind und daher nicht im Freien verwendet werden dürfen.
Gelmatratzen:
Hauptbestandteil sind Silikon und andere Gelmaterialien, die sich durch hohe Elastizität und gute Passform auszeichnen. Sie sind gut dehnbar, passen sich den Bewegungen von Knochenvorsprüngen optimal an und reduzieren Scherkräfte und Reibung effektiv. Allerdings sind sie auch teurer. Zudem kann das Gelmaterial bei längerem Gebrauch Alterungserscheinungen aufweisen.
Luftmatratzen:
Hergestellt aus hochfestem PVC und anderen Materialien, ist diese Matratze mit Luft gefüllt. Härtegrad und Höhe lassen sich durch Aufpumpen und Ablassen der Luft mit einer Luftpumpe regulieren. Je nach Funktionsweise der Pumpe unterscheidet man zwischen Jet- und Wechseldruckmatratzen. Wechseldruckmatratzen sind die am weitesten verbreiteten Luftmatratzen. Durch die elektrische Luftpumpe wird jede Luftkammer abwechselnd aufgepumpt und entleert, wodurch sich die Druckverteilung auf den bettlägerigen Patienten kontinuierlich verändert. Die Druckentlastung ist im Vergleich zu Matratzen aus anderen Materialien mäßig, und der Preis ist moderat. Allerdings ist die Passform nicht optimal, und der Komfort ist nicht so gut wie bei Latexmatratzen oder Matratzen mit langsamer Rückstellkraft.

Aus Patientensicht sollten bei der Auswahl einer Matratze Faktoren wie das Risiko für Druckgeschwüre, die Mobilität, die Schwere bestehender Schmerzen und der Komfortbedarf berücksichtigt werden.
Was die Matratze selbst betrifft, so finden Sie hier einige detaillierte Kaufempfehlungen:
1. Material
Es gibt viele verschiedene Arten von Anti-Dekubitus-Matratzen, deren Qualität stark variiert. Achten Sie auf ein robustes und langlebiges Material mit guten wasserabweisenden und atmungsaktiven Eigenschaften, das keine Allergene enthält. Wählen Sie Produkte, die den Standards für Medizinprodukte der Klasse II entsprechen und strenge Sicherheitsprüfungen und Zertifizierungen durchlaufen haben, um Ihnen die Unbedenklichkeit der Materialien zu gewährleisten.
2. Größenanpassung
Wählen Sie die Matratzengröße entsprechend der Größe des Patientenbetts und achten Sie darauf, dass sie weder zu groß noch zu klein ist, damit die Dreh- und Bewegungsfreiheit des Patienten nicht eingeschränkt wird.
3. Komfortables Betriebssystem:
Ein einfaches und übersichtliches elektrisches Steuerungssystem ermöglicht Nutzern einen unkomplizierten Einstieg. Sowohl Senioren als auch Pflegekräfte können es problemlos bedienen, wodurch unnötige Schwierigkeiten vermieden und der Pflegeprozess effizienter gestaltet wird.
4. Sicherheitsdesign:
Um Verletzungen durch versehentliche Bedienung während des Gebrauchs zu vermeiden, sind zahlreiche Sicherheitsvorkehrungen getroffen, die stets die Sicherheit des Benutzers in den Vordergrund stellen und der Familie mehr Sicherheit bieten.
5. Marke und Kundendienst
Wählen Sie eine Marke mit gutem Ruf und Kundendienst, um die Zuverlässigkeit der Produktqualität und des Supports sicherzustellen. Sie können Online-Bewertungen lesen oder sich mit erfahrenen Personen beraten.
6. Preisüberlegung
Obwohl der Preis eine Rolle spielt, ist das Preis-Leistungs-Verhältnis wichtiger. Hochpreisige Matratzen sind in der Regel hinsichtlich Material und Verarbeitung besser, aber Sie sollten auch eine vernünftige Wahl treffen, die zu Ihrem Budget passt.
Bei aufblasbaren Luftmatratzen müssen wir außerdem folgende Aspekte berücksichtigen:
1. Abnehmbarer Luftschlauch: Die flexible Luftschlauchstruktur ermöglicht ein einfaches Kombinieren, Auseinandernehmen und Reinigen je nach Bedarf, wodurch die Sauberkeit und Hygiene der Luftmatratze erhalten bleibt und ihre Benutzung komfortabler wird.
2. Zweikanal-Design: Durch die Funktion der Luftzirkulation und Belüftung wird die Luftzirkulation effektiv aufrechterhalten, der Komfort und die Hygiene der Luftmatratze gewährleistet und das gesamte Benutzererlebnis verbessert.
3. Integrierte Formgebung: Das integrierte Formdesign ist nicht nur ästhetisch ansprechend, sondern verhindert auch Luftverluste an den Rändern, was zu einem besseren Benutzererlebnis führt und die Haltbarkeit und Sicherheit der Luftmatratze erhöht.
4. Geringer Geräuschpegel: Die Luftbewegung der Luftmatratze wird durch die Luftpumpe erzeugt. Diese erzeugt beim Aufpumpen Geräusche. Der Geräuschpegel von Luftpumpen verschiedener Hersteller variiert stark. Achten Sie beim Kauf daher auf geräuscharme Produkte, beispielsweise Matratzen mit einer leisen Luftpumpe.
Neben den oben genannten Faktoren, die wir üblicherweise beim Kauf berücksichtigen, gibt es auch Aspekte für Menschen mit besonderen Bedürfnissen, wie beispielsweise eine benutzerfreundliche Aufstehhilfe. Die elektrische Rückenlehnen-Hebefunktion erleichtert älteren Menschen das Aufstehen, entlastet Pflegekräfte erheblich und ermöglicht es ihnen, selbstständiger am Alltag teilzunehmen und ihre Unabhängigkeit im Leben zu stärken.

